Modul 2

Modul 2     Umgang mit uneindeutigen Verlusten und komplizierter                            Trauer

Jede Demenz bleibt nicht allein die Krankheit eines einzelnen Individuums. Sie berührt unmittelbar die Beziehungen und das Selbstverständnis vieler mit dieser Person in Beziehung stehender Menschen. Das besonders fatale an demenziellen Erkrankungen sind die mit ihr einhergehenden Persönlichkeitsveränderungen der Betroffenen und deren Begleiterscheinungen wie Angst, Aggression/Depression und Wahn. Angehörige sehen sich mit ihnen nahestehenden Menschen konfrontiert die sie teilweise kennen, aber immer wieder und immer öfter auch nicht mehr wiedererkennen. Das uneindeutige der Situation macht das Trauern so schwierig. Die Betroffenen sind einerseits da – weil physisch greifbar – andererseits psychisch so weit entfernt und unerreichbar. Im Modul 2 werden diese schwierigen Lagen ausgelotet und konkrete Methoden eingeübt. Damit wird das Trauern auch in solchen Situationen ermöglicht. Ziel ist es, wieder Energie und Aufmerksamkeit der Angehörigen für die Gegenwart ihrer (von einer Demenz) Betroffenen frei zu setzen.