Ist die Abkürzung für: „Soziometrische Angehörigenberatung der Ambiguität und Ambivalenz“
Das SABAA®-Modell ist eine Innovation aus unserem Institut, die in langjähriger Arbeit mit Angehörigen chronisch kranker und dementer alter Menschen entwickelt wurde. Es vereinigt das Wissen um die Dynamiken des Zusammenlebens zwischen Betroffenen und Angehörigen (intrapsychische und sozialpsychologische Aspekte) mit dem aktuellen Forschungsstand über das Altern. Als drittes Element wirkt das praktische Know how der Kommunikation mit demenziell erkrankten Menschen.
Wir erarbeiten mit den GruppenteilnehmerInnen schrittweise neue Sichtweisen ihrer Angehörigen, bergen kostbare Erinnerungen und üben uns im Unvermeidlichen. Erwartungen werden auf ihre Lebenstauglichkeit hin überprüft und gegebenenfalls verabschiedet, um lebensdienlicheren Einstellungen Platz zu machen.
Besondere Rücksicht wird auf die außerordentlich schwierige Situation von Angehörigen genommen, wenn sich – durch eine Demenz bedingt – Partner, Eltern, Großeltern, oder andere nahestehende Personen in ihrer Persönlichkeit gravierend verändern. Hier haben wir besondere Techniken entwickelt, die Angehörigen helfen, mit diesen „uneindeutigen Verlusten“ besser zurecht zu kommen.
Um den neu gewonnen Blick auf die eigenen Angehörigen im direkten Kontakt wirksam werden zu lassen bedarf es einer Neugestaltung alter Rollen zwischen den Beteiligten. Diese Rollengestaltung kann in der geschützten, von den TeilnehmerInnen getragenen und zwanglosen Atmosphäre der SABAA®-Gruppe trainiert werden (Rollentraining).
Wenn Sie in einer Institution arbeiten oder eine solche leiten und das SABAA®-Modell integrieren wollen, dann finden Sie hier weitere Informationen.
